Wildromantisch durch die Wart - Outdoor Führer

Wildromantisch durch die Wart

By Adam Simon | June 8, 2016 | Last update on June 8, 2016

Diese Tour in der Őrség, der ungarischen Wart, empfehlen wir allen, die Abenteuerliches gerne haben.

  • Farkasfa

    Do. Fr. Sa. So.
    Den ganzen Tag lang heiter. Leicht bewölkt in der Nacht. Vormittag Regen sowie leichter Wind bis Nachmittag. Überwiegend bewölkt bis Nachmittag sowie Nacht leichter Wind.
    Temperature 27 °C
    14 °C
    27 °C
    14 °C
    17 °C
    11 °C
    21 °C
    10 °C
    Wind speed 3 km/h 8 km/h 7 km/h 11 km/h
    Precip Probability 0 % 0 % 69 % 28 %
    Precip Intensity Max 0.0 mm/h 0.0 mm/h 1.4 mm/h 0.1 mm/h
    Precip Intensity Max Time 21:00 22:00 06:00 22:00
  • Wildromantische Radtour GPS Track herunterladen

    Entfernung: 18 km
    Durchschnittszeit: 3 Stunden
    Höhenunterschied: 300 m
    Schwierigkeit: schwierig

  • Map
  • Weather
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Auf diesem Rundkurs kann man keine felsigen Wege hinunterbrettern, auch werden wir nicht „blind“ mit hohem Tempo auf Pfaden dahinrollen. Dennoch erfordert diese Tour ständige Konzentration und Aufmerksamkeit. Ein Mountainbike-Abenteuer mit Fleisch und Blut.

Beschreibung der wildromantischen Tour durch die Wart

1. Unsere Rundreise beginnen wir am Vingasz-Haus, hundert Meter von dort beginnt die grüne Wegmarkierung. Hier beginnen wir unseren Kreis, wobei wir auf dem Feldweg der Markierung nach oben folgen. Wir beginnen gleich mit einem kräftigen, aber kurzen Anstieg und schon sind wir – wortwörtlich – im dichtesten Wald. Umgehend bekommen wir auch einen ersten Eindruck von der wildromantischen Landschaft der Őrség. Obwohl man es dem Feldweg ansieht, dass er manchmal benützt wird, ragen doch die Bäume und Sträucher teilweise weit in den Weg hinein.
2. Je länger wir hier entlang fahren, desto mehr festigt sich der Eindruck, dass es hier eigentlich gar keinen Weg gibt, sondern nur üppige Vegetation, durch die zwei Reifenspuren führen. Größere Stellen mit schlammigem und sumpfigem Boden machen unser Vorankommen zu einem wildromantischen Abenteuer. Schon hier, einige Kilometer nach der Abfahrt, muss man genau auf die Markierung achten, da wir manchmal durchs Unterholz müssen, um den von den Wildschweinen aufgewühlten Bereichen auszuweichen, dabei entfernen wir uns von den teilweise sehr verblichenen und kaum sichtbaren Markierungen.

Der Dschungel ist zu Ende, jetzt folgt der Aufstieg.

3. Nach der dschungelgleichen Wildnis fahren wir ein paar Kilometer und erreichen eine Schotterstraße, auf der wir rechts fahren. Nach einigen hundert Metern halten wir uns bei der Y-Kreuzung wiederum rechts. Auf der überraschend breiten und guten Schotterstraße rollen wir in angenehmem Tempo dahin, bis wir eine T-Kreuzung erreichen. Wir fahren links, Schlagbaum, und nach ca. 300 Metern folgt die Biegung der Kondorfaer Asphaltstraße. Es geht nach rechts, hier folgt nun ein längerer asphaltierter Streckenabschnitt, zu Beginn mit Aufstieg. Der Verkehr auf der Straße ist äußerst gering und die Landschaft ist eine Kombination aus Auf und Ab, Feldern und Bäumen.

Hopps, über den Zaun.

4. In der Ferne erscheinen die Hausdächer und der Kirchturm von Kondorfa, doch bevor wir die Ortschaft erreichen, verlassen wir – nachdem wir ja eine Geländetour unternehmen – den Asphalt. Links der Straße steht ein Kreuz, gegenüber, auf der rechten Seite zweigt im Winkel von 45 Grad ein Feldweg ab, auf den wir uns begeben. Nicht viel später blockiert uns ein Viehzaun den Weg, dieser kann aber auf einer Seite ausgehängt werden, so können wir ihn leicht überwinden. (Hängen wir ihn danach aber unbedingt wieder ein!)

5. Nachdem wir die Häuser erreicht haben, geht es an der ersten Ecke nach links, nach 10 Metern, bei einer weiteren Kreuzung, biegen wir nach rechts ab, in Richtung der blau-roten Spurmarkierung. Diese Straße führt uns aus Kondorfa hinaus und wiederum in den dichten Wald.

Jetzt beginnt der wirkliche Spaß.

6. Wir folgen der Markierung, es geht leicht bergauf, einige Minuten später teilt sich die Markierung in zwei Richtungen. Wir setzen unser Abenteuer nach rechts, der roten Markierung folgend, fort. (Möchten wir nicht mehr so viel Wildnis sehen, können wir uns auch nach der blauen Markierung richten, die uns über einen breiten Feldweg bis zur Asphaltstraße Szalafő-Farkasfa führt, dort fahren wir nach rechts und erreichen nach ein paar Kilometern auf dem Asphalt wiederum unseren Ausgangspunkt.)

7. Die rote Markierung führt uns in den dichten Nadelwald, auf einen dicken Teppich aus Fichtennadeln, hier geht es einige Meter ungestört voran, doch ein tiefes und relativ breites Rinnsal hindert uns an der Weiterfahrt. Nachdem wir es mit dem Rad in der Hand überwunden haben, erreichen wir den Rand eines Feldes, wo wir nach links bergauf radeln.

8. Der folgende anstrengende, aber kurze Aufstieg führt uns wiederum auf einen Hügel hinauf. Es ist ein wunderbares Gefühl, frische Luft in seine Lungen zu saugen und dabei die wunderbare Landschaft zu betrachten.

9. Zwischen winzigen Nadelbäumen, im hohen Gras muss man nach dem ausgetretenen Pfad suchen, der ein Areal entlangführt, das von einem Viehzaun gesäumt wird, und in einen Feldweg mündet. Hier geht es dann nach links weiter.
10. Die Markierung ist hier einmal gut, dann wieder überhaupt nicht zu sehen, deshalb muss man hier aufmerksam nach der roten Markierung Ausschau halten. Wollen wir nicht dauernd wie ein Schießhund aufpassen, ist es besser, einfach ein GPS zu benützen! Die Geschwindigkeit, mit der wir unterwegs sind, ist ohnehin nicht hoch, da das Gelände ständig mit irgendwelchen Hindernissen aufwartet: schlammige, sumpfige Abschnitte, dicke Äste, Abschnitte mit hohem Gras… so ist sie halt, die wilde Natur.

Verfehlt…

11. Solltest du dich in einem nasseren, sumpfigeren bachähnlichen Graben wiederfinden, weil du alten, verblichenen Markierungen gefolgt bist, dann hast du den neuen Pfad, der rechts abzweigt, verfehlt. Die neue Streckenführung geht hier rechts und nach oben, wo weitere Abenteuer in üppigen Wäldern bereitstehen.

12. Unser Weg wir von einem Feldweg gekreuzt, an dieser T-Kreuzung fahren wir links. Nach 200 m folgt dann die Riesenerleichterung: Häusersilhouetten zeichnen sich im dichten Wald ab. Die Straße zeichnet an der Ecke eines der Häuser eine leichte S-Kurve, nach der uns die Markierung auf der rechten Seite von der Straße auf einen schmalen Pfad führt.

Bonusabfahrt

13. Am Ende des Feldes erhalten wir als Belohnung für die erlebten Qualen eine kurze, aber vergnügliche Abfahrt. Unten geht es dann auf einem Feldweg weiter, der uns bis zu den ersten Häusern von Farkasfa führt.

Radkarte

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